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Baubranche kommt mit blauem Auge durch die Krise

Optimismus aus Auftragspolster für 2010 - Risikomanagement im Trend.

Trotz des gescheiterten IPOs der Hochtief-Tochter Concessions sowie Rückzugserwägungen von Bilfinger Berger aus Katar, gehen 64 Prozent der weltweit befragten Baufirmen bis Mitte 2010 von gleichbleibenden oder steigenden Profiten aus. Zu diesem Fazit gelangt eine vorgestellte Analyse der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG. Angesichts steigender internationaler Risiken stellen drei Viertel für das Risikomanagement mehr Ressourcen zur Verfügung. Die Branche könnte die Krise mit einem blauen Auge überstehen.

Auslastung vielerorts stabil
„Generell ist zu sagen, dass die Auslastungsniveaus in der Baubranche trotz Krise noch relativ positiv sind. Dementsprechend zuversichtlich fallen die Forecasts für 2010 aus“, erläutert Jens Jung, Bau-Analyst bei der BHF Bank. Fakt sei auch, dass sich immer mehr Unternehmen für eventuelle Auftragseinbrüche vorbereiten. Dies bestätigt auch der „Global Construction Survey 2009“, für den in über 30 Ländern Baufirmen befragt wurden. Eine Mehrheit von 53 Prozent meldet höhere oder zumindest gleichbleibende Auftragsbestände gegenüber dem Vorjahr. Nur 44 Prozent rechnen mit Auftragsrückgängen.

Die optimistische Haltung vieler Unternehmen rührt neben den hohen Auftragsbeständen vor der Krise auch aus der im internationalen Vergleich hohen Infrastrukturinvestitionen aufgrund der staatlichen Konjunkturpakete. Dies wirkt sich auch auf den österreichischen Markt aus. So wird 2009 eine Bauleistung erwartet, die auf dem Niveau des Vorjahres liegt. Der Trend zum verstärkten Projektrisiko- und Working-Capital-Management ist auch in der Alpenrepublik zu beobachten.

 

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